Am 29. internationalen Tag gegen Lärm stand alles unter dem Motto „Laut war gestern!“. Gemeinsam gingen wir der Frage nach, wie ruhige Orte in Schule, Alltag und im öffentlichen Raum aussehen können:
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Stille ist im Alltag vieler Menschen selten geworden. Der Tag beginnt mit dem Wecker, ständiges Agieren, Reagieren und Kommunizieren prägen den (Schul-)Alltag. Auch in der Freizeit begleiten uns Geräusche – Musik, Filme, Hörspiele oder andere digitale Angebote sind ständig präsent.
Bewusst einen stillen Ort aufzusuchen, konzentriert zu lernen oder einfach einmal innezuhalten, braucht heute oft eine bewusste Entscheidung. Dabei wirken sich ruhige Momente positiv auf Körper, Geist und Psyche aus.
In einer ruhigen Umgebung steigen Konzentration, Kreativität und Leistungsfähigkeit. Stress wird reduziert, der Körper kann entspannen und neue Energie tanken. Ruhe unterstützt außerdem einen
gesunden Blutdruck und eine stabile Herzfrequenz. Auch Schlafstörungen, Kopf- oder Magenschmerzen sowie stressbedingte Belastungen können durch ein ruhigeres Umfeld verringert werden.
Ziel des „Tages gegen Lärm 2026“ war es daher, die Bedeutung von Ruhe bewusst zu machen und Menschen einzuladen, stille Orte neu zu entdecken und ihre positive Wirkung zu erleben.
Schüler:innen aus der Steiermark setzten sich kreativ mit der Frage auseinander, wie ruhige Lernzonen in Klassen, Schulen oder Schulhöfen gestaltet werden können.
Insgesamt erreichten uns 37 beeindruckende Beiträge aus acht Schulen – von selbst gebundenen Büchern über Videos und Zeichnungen bis hin zu aufwendig gestalteten Dioramen. Die hohe Qualität und
die vielen kreativen, teilweise fächerübergreifenden Arbeiten machten der Jury die Entscheidung besonders schwer.
Der erste Preis ging an die Klassen 2a und 2b der MS St. Michael für ihr liebevoll gestaltetes Buch zum Thema ruhige Lernzonen. Den zweiten Platz belegte die Kinderschule
Taptana in Leoben mit ihrer originellen und teilweise bereits umgesetzten Idee eines „ruhigen Arbeitsplatzes im Wohnmobil“. Die 2b des BG/BRG Seebacher überzeugte mit
fantasievollen Dioramen für Ruhe- und Lernzonen.
Wir gratulieren allen Gewinner:innen herzlich und bedanken uns bei sämtlichen teilnehmenden Klassen für ihre großartigen Beiträge!
Rückzugsmöglichkeiten und ruhige Lernorte fördern konzentriertes, nachhaltiges und entspanntes Lernen, was ein wichtiger Beitrag für einen positiven Schulalltag ist.
Zahlreiche Steirer:innen beteiligten sich am Gewinnspiel über die Homepage Lärm macht krank, die sozialen Medien sowie direkt vor Ort am Aktionsstand im Grazer Joanneumsviertel und teilten ihre Ideen für Ruheorte in Städten und Gemeinden.
Besonders häufig wurden begrünte Rückzugsorte genannt: kleine Parks, Sitzgelegenheiten oder Hängematten unter Bäumen, Bänke an Teichen sowie größere Blumenwiesen mit natürlichen Begrenzungen
durch Büsche und Pflanzen. Ebenso wünschten sich viele Menschen mehr autofreie Bereiche und Geschäfte ohne musikalische Dauerbeschallung.
Verlost wurden GrazGutscheine – gesponsert von der Holding Graz.
Herzlichen Glückwunsch allen Gewinner:innen!
Am Vormittag besuchten uns mehrere Schulklassen im Grazer Joanneumsviertel. Die Schüler:innen konnten spannende Experimente rund um das Thema Schall ausprobieren, eine Lautstärke-Mess-App testen und eine Akustik-Kamera kennenlernen. Im Anschluss wurden sie zur Ausstellung ins CoSa eingeladen – vielen Dank dafür!
Auch zahlreiche Passant:innen nutzten die Gelegenheit, vorbeizuschauen, ins Gespräch zu kommen und am Gewinnspiel teilzunehmen.
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