Lärmst du noch, oder leidest du schon?
Seit 1995 findet jedes Jahr, heuer am 28. April 2010, der "International Noise Awareness Day", der Tag gegen Lärm, statt. Ziel der Aktivitäten an diesem Tag ist, Lärm als Umweltthema ins Bewusstsein zu rufen.
Das Umweltproblem LÄRM ist kaum jemandem bewusst! Und doch kann Lärm erschreckende Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unser Wohlempfinden haben: Nicht nur Gehörschäden, auch Unwohlsein, Konzentrationsstörungen und Schlafstörungen können die Folgen sein. Lärm ist die häufigste Berufskrankheit und neben dem Rauchen das zweitgrößte Risiko für Herzerkrankungen.
Unsere Ohren haben 24 Stunden am Tag geöffnet und sind unersetzlich! Eigentlich ist es recht einfach, unser Gehör gesund zu erhalten - das Basiswissen sowie der Folder bieten dafür erste Hintergrundinformationen.
Übergabe Ergebnisse Tag gegen Lärm
Beim Aktionstag am Grazer Hauptplatz zum "Internationalen Tag gegen Lärm" am 28. April 2010 haben viele Menschen die Stände der unterschiedlichsten Partner besucht, aber auch ihre Meinungen zum Thema Lärm abgegeben.
Diese wurden nun vom UBZ ausgewertet und am 01. Juni 2010 von UBZ-Projektleiterin Mag. Elisabeth Angerer gemeinsam mit Eva Gutmann, BA als Vertreterin der Ärztekammer an Vzbgm. Lisa Rücker übergeben. Im intensiven Gespräch wurden bei der Übergabe bereits Möglichkeiten zur Verbesserung der Lärm-Situation in Graz angedacht.
Die schlimmsten Lärmquellen für die GrazerInnen, die ihre Meinung abgegeben haben, sind:
- der Verkehrslärm (166 mal genannt)
- gefolgt vom Baustellenlärm (81 mal genannt)
- und der Musik in Geschäften bzw. Lokalen (23 mal genannt)
Die GrazerInnen haben insgesamt 392 Ideen gegen Lärm (manche davon wurden mehrfach genannt) abgegeben. Dabei ist eine "autofreie Zone/autofreier Tag/Stadtgebiet autofrei" am öftesten genannt worden (12 mal), gefolgt von Bewusstseinsbildung der Personen über Lärm/speziell in Schulen (11 mal genannt) sowie weniger Verkehr/verkehrsberuhigte Zonen (10 mal genannt).
- Grafiken mit den wichtigsten Ergebnissen, finden Sie hier
- Genauere Auskünfte über die Ergebnisse erhalten Sie bei Elisabeth Angerer
Wir hoffen, dass die Meinungen einiger GrazerInnen Gehör im Rathaus finden und Initiativen zu einer verbesserten Lärmsituation gestartet werden!
Besonderer Dank gilt dem Radiosender KRONEHIT für die gute Zusammenarbeit.